Einleitung
Über das Kochen und insbesondere das Essen, was ja das wichtigste beim Kochen ist könnte ich stundenlang reden oder schreiben. Wie mit fast allen Dingen des täglichen Lebens gibt es natürlich auch zu diesem Thema von verschiedenen Menschen die unterschiedlichsten Auffassungen und Meinungen. Unzählige Kochbücher und Abhandlungen über die Themen Kochen, Essen und Geniessen zeugen davon.
Ich möchte hier nur meine ganz persönliche Sicht der Dinge wiedergeben - letztlich endscheidet jeder für sich selbst, welcher Weg der 'Nahrungsaufnahme' für Ihn die richtige ist, aus seiner ganz persönlichen subjektiven Sicht.
Meine Meinung
Für mich ist Essen mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Es gibt Sprichwörter wie "Du bist was du ißt" oder aber in Frankreich sagt man "Die Deutschen essen um zu leben, die Franzosen leben um zu essen".
Neu und mordern vernimmt man immer öfter gerade von Mietköchen die Ihre Leistung anbieten wollen "Das Leben ist zu kurz um schlecht zu essen". Mir persönlich gefällt gerade dieser Spruch nicht, da er auf alle Lebenslagen anwendbar ist und Sinntiefe vermitteln soll, es aber in Wahrheit gar nicht macht.
Der Mensch muss nun einmal essen und trinken um zu überleben und über kaum etwas kann ich mich so ärgern wie über 'schlechtes' Essen.
Ich persönlich bevorzuge es gut zu essen - wobei auch hier gut immer eine persönliche subjektive Meinung ist. Der Eine findet seinen Dörner oder seine Currywurst gut, der andere sein Rumpsteak und wieder einer findet etwas anderes gut, welches mir zum Beispiel gar nicht zusagen würde.
Der Einkauf
Fangen wir einmal mit dem Einkauf unserer Lebensmittel an, denn überwiegend koche ich unsere Speisen selbst. Essen gehen meine Frau und ich häufiger im Urlaub, ansonsten lieber weniger, dafür aber dann auch 'gut'.
Für mich ist die Auswahl der Rohprodukte endscheidend - hier spare ich nicht.
Frische Produkte, wie Gemüse oder Obst kaufe ich bei ausgewählten Ständen von regionalen Bauern auf dem Wochenmarkt in Bad Godesberg und bei Hofverkäufern. Für mich eine Sache des Vertrauens. Es sollte einem klar sein, dass man ein Kilo Obst oder Gemüse eigentlich nicht in einer ansprechenden Qualität für 1 € erstehen kann. Für gute Ware muss man auch gutes Geld bezahlen. Gerade bei Lebensmitteln sollte von der "Geiz ist geil Mentalität" entgültig Abstand genommen werden.
Meinen Käse und auch meine Butter kaufe ich beim Käsehändler auf dem Godesberger Markt und freue mich tagtäglich über die frische selbstgemachte Butter.
Mein Fleisch und Aufschnitt beziehe ich beim Metzger meines Vertrauens in Godesberg & Friesdorf "Metzgerei Vogt". Hier wird noch selbst geschlachtet und gewurstet. Aber auch hier gilt - ein Kilo Schweinebraten kann man nicht für 3,95 € kaufen. Qualität hat einfach einen Preis - und glauben Sie mir letztlich ist es günstiger teurere Qualitätsware zu kaufen die noch Nährstoffe haben und schmecken.
Fragen Sie sich doch einmal warum soviel Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitamine und Spurenelemente in Braustetablettenform verkauft werden. Warum Ihr Steak soviel an Gewicht in der Pfanne verliert und eigentlich in Wasser schmort anstatt zu braten oder warum Sie zwischen der Tomate und der Salatgurke außer der Farbe keinen geschmacklichen Unterschied feststellen können.
Sie als Konsument endscheiden darüber was Sie kaufen und somit angeboten wird. Das industrielle Essen wird deshalb verkauft, weil es gefragt wird und Sie sich als Konsument darauf einlassen - Sie haben es in der Hand zu endscheiden, was Sie essen möchten und was gut für Sie ist.
Über folgende Zahlen sollten Sie einmal nachdenken:
- Vor 30 Jahren gab eine Familie noch 32 % vom Lohn für Lebensmittel aus - heute sind es 12 %!
- Es werden jeden Tag mehr Tiefkühlpizzen in Deutschland verkauf, als es Einwohner in Deutschland gibt.
- Es werden jedes Jahr mehr Erdbeerjoghurts weltweit produziert als das Erdbeeren geerntet werden.
- Baby-Nahrung hat die gleichen Geschmacksstoffe und somit Wiedererkennungswerte wie das Essen einer großen Burger-Fastfood-Kette (in der Regel viel Vanillestoffe).
Kein Moralapostel
Aber mir liegt es fern als Moralapostel auftreten zu wollen. Jeder findet auf seine Weise den geeigenten Weg für sich selbst und für mich heißt das eben, gute frische Lebensmittel von Händlern denen ich aus Erfahrung traue und Kochen aus Leidenschaft.
Und was wäre das Kochen wenn man das Essen nicht genießen könnte.
Ich liebe es zu kochen - für mich ist das nach meiner täglichen Arbeit wie Meditation und befreit mich von der Last des Tages. Ebenso mag ich es für Freunde und Bekannte zu kochen.
Doch über allen steht auch das Geniessen der Speisen. Was hilft dir der beste Koch, wenn du keinen hast, der es zu schätzen wüste was er serviert bekommt.
Ich esse für mein Leben gerne und geniesse es Restaurants zu entdecken, neue Speisen und Kreationen von verschiedenen Köchen zu erschmecken.
Essen, so seltsam es sich anhören mag, kann man lernen - Geschmack ist trainierbar. So esse ich heute Dinge, die ich als Kind fürchterlich fand und wage mich noch immer an Dinge, die mir macnhmal so recht nicht schmecken wollen - und manchmal entdecke ich ganz plötzlich eine Komponente die mir gefällt.
Seien Sie mutig und probieren Sie auch einmal Kreationen oder Speisen die Sie noch nicht kennen - vielleicht wird Ihnen nicht alles schmecken - aber vielleicht entdecken Sie dabei, was warscheinlicher ist, etwas neues überraschendes, was Sie und Ihren Geschmackshorizont erweitern wird. Und Sie stellen fest, dass Sie nicht bechränkt sind, das Sie offen sind für neues und andersartiges.
Was Essen schön macht - es in Gemeinschaft zu geniessen - im Kreise der Familie oder mit Freunden.
Meine Lieblingsköche
Es gibt unzählige gute und hervorragende Köche. Dazu zähle ich jeden der es versteht, eine ehrliche regionale und saisonale Küche anzubieten. Man muss nicht immer im Sternelokal essen gehen um gut zu essen und zu geniessen. Auch in einem Landgasthof kann man ordentlich speisen, wenn der Koch sein Handwerk versteht und es als Ziel sieht, Sie als Gast zu gewinnen und mit guten frischen Lebenmitteln arbeitet.
Neben den vielen namenlosen Köchen bei denen ich gespeist habe gibt es wie immer einige die sich aus der Masse herausheben und sich einen Namen gemacht haben und als Vorbilder für eine ganze Generation von Köchen herhalten.
An dieser Stelle möchte ich zunächst zwei der bekanntesten Köche erwähnen die ich verehre und bei denen ich das Vergnügen hatte speisen zu dürfen:
Johann Lafer
Johann Lafer auf der Stromburg bei Stromberg. Ich hatte das große Vergnügen Herr Lafer persönlich kenn zu lernen und mag Ihn als Koch und Mensch. Seine Küche ist unverwechselbar und von einer Rafinesse die ich mag.
Jamie Oliver
Jamie Oliver, der bekannte Starkoch aus London. Im September 2006 habe ich mir den Wunsch erfüllt, sein Restaurant "Fifteen" in London zu besuchen. Das Menü, welches wir zu uns nahmen war hervorragend und ein einziges Geschmacksfeuerwerk.
Aus der Masse
Zukünftige werde ich gerade hier an dieser Stelle versuchen, den guten und ehrlichen namenlosen Köchen einen Namen und ein Gesicht zu geben. Ich werde dort wo ich gegessen haben und es genossen habe den Koch nicht vergessen und diesen versuchen hier zu erwähnen.
Meine Eindrücke und Meinung werde ich in der Rubrik: Gastro-Hotel-Tips wiedergeben.
Wobei ich mich bei der Kritik nur auf Restaurants und Köche beziehe, die ich empfehlen kann und möchte - eine ausgesprochen negative Kritik werden Sie hier nicht finden.



