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"Der Mensch ist ein denkendes Wesen, aber seine
großen Werke werden vollbracht, wenn er nicht rechnet und denkt." - Daisetz Suzuki - |
Moodo (Mudo) : Der Weg den Kampf zu stoppen.
Mudo bedeutet wörtlich übersetzt "Weg des Nichts" und wird als Prinzip der Geistesgegenwart, bei dem "kein Hauch zwischen Denken und Handeln" besteht verstanden.
Dieses soll für die Praxis bedeuten, dass man in unmittelbare Wechselwirkung kommt, um aus ihr aus der aktuellen Wirklichkeit die Orientierung zu gewinnen. Dieses gilt als ein Kern der Bude-Disziplinen und somit des Taekwondos.
Obwohl wir eine Kampfkunst erlernen sollen wir doch "Wächter des Friedens" sein und diese soll sich nicht allein auf den Dojang beschränken. Der Kampf und der Wille des Friedens, die so scheinbar im krassen Gegensatz zueinander stehen sind doch unmittelbar miteinander verbunden.
Erst der Weg des Erlernens der Kampfkunst, welche uns zunächst nur den Körper trainieren lässt, lässt uns mit der Zeit auch den Geist und das Verständnis für die Philosophie unser Kampfkunst verstehen und erlernen. Das Ziel in all unseren Bemühungen ist Frieden und Harmonie mit uns selbst. das Erlernen der Formen und Techniken trainiert unseren Körper und unseren Geist – vieles wird selbstverständlicher, ohne das wir darüber nachdenken müssen. Unser Handel erfolgt aus uns selbst, so wie im täglichen Leben.
Durch das Erlernte der Kampftechniken werden wir selbstbewusster und können Konfrontationen gelassener entgegentreten. Durch das Training unseres Geistes werden wir Stück für Stück die Weisheiten verinnerlichen, so dass wir in Krisensituationen auch nicht mehr darüber nachdenken müssen, sondern zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Endscheidungen treffen. Ziel ist es immer nicht zu einem Kampf kommen zu lassen, weder verbal noch physisch und die Situationen die zum Kampf führen können rechtzeitig zu stoppen.
All das sind Idealvorstellungen und Wünsche, von denen ich als Taekwondoschüler noch weit entfernt bin, denn ist der Weg das Ziel und ich denke das es wichtig ist, sich zunächst einmal diesen Zielen zu stellen und diese anfangen zu verinnerlichen. man kann nur Frieden mit Anderen haben, wenn man Frieden mit sich selbst hat – dennoch ist es eine großartige Vorstellung, dass man irgendwann einmal aus sich selbst heraus mit Ruhe und Gelassenheit ohne nachdenken zu müssen das Richtige tut und entsprechend handelt.
Mein Ziel ist es zunächst mehr Frieden mit mir selbst zu haben, mehr Ruhe und mehr Gelassenheit zu erlangen um so auch meiner unmittelbaren Umwelt positiver gegenüber zu treten, ohne mich ständig zu disziplinieren und darüber nachzudenken, eben Handeln aus der Tiefe des Seins.
Thomas Sternkopf
Mitglied Dae-Mahng e.V. Bonn
23. November 2006
