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Um
den richtigen Weg zu finden, mußt
du suchen so lange du lebst. -
1.Buch des Hagakure - |
Der
Kampfschrei ( KIHAP )
Das koreanische Wort Kihap setzt sich aus zwei
Begriffen zusammen:
·
Ki: Geistes- und Körperkraft
·
Hap: auf einen Punkt konzentrieren
Der Kihap ist eine besonders kräftige
Atemtechnik wobei die Luft schnell mit einem Laut wieder ausgestossen wird.
Häufig ist in verschiedenen Kampfkünsten eine
laut hörbare Atmung anzufinden. Dies ist eine gute Methode um am Anfang den
Schülern die Atmung bewußt zu machen und den richtigen Atem-Rhythmus zu lehren.
Fortgeschrittene sollten diese laute Atmung jedoch nur bei expliziten
Atemübungen verwenden. Im Kampf ist dies eher kontraproduktiv, da sich ein
Gegner anhand der deutlich hörbaren Atmung einen günstigen Zeitpunkt zum
Angriff heraussuchen kann. So ist während der Ein-Atmung kaum eine schnelle
Reaktion möglich, sowie die Wirkung eines Treffers deutlich höher. Aus diesem
Grund sollte die Atmung während eines Kampfes möglichst verdeckt, aber trotzdem
korrekt und kräftig erfolgen.
Eine besonders kräftige Atemtechnik ist der
Kampf-Schrei (Kihap).
Um Geistes- und Körperkraft mit der Technik zu
vereinen, konzentriert man sich auf einen Punkt, sammelt seine Atemluft im
Bauchraum und stösst sie dann bei der Technik mit einem kurzen Schrei heraus.
Ein gut ausgeführter Kihap soll folgende
Wirkungen haben:
·
Verstärkung der eigenen Technik
·
Besiegen der eigenen Angst
·
Erschrecken eines potentiellen Gegners
·
selbst weniger Schmerz zu empfinden
Der Kampfschrei (Kihap) erhöht die Anspannung
des Körpers zum Zeitpunkt des Kontaktes mit dem Gegner, um der Technik höchste
Kraft und Kontrolle zu verleihen, die Konzentration zu steigern. Mit der
dadurch erzwungenen Auspressung der Luft und Anspannung der Muskulatur sind die
Atemwege weniger empfindlich gegen Konterschläge, ein Gegentreffer auf die
Brust (oder ein Sturz auf Brust/Rücken) in der Ein- oder Ausatemphase wäre sehr
unangenehm. Im Kampf dient der Kihap natürlich auch der Einschüchterung des
Gegners. Bei Partnerübungen zeigt der Kampfruf den Beginn und das Ende der
Techniken an.
Thomas Sternkopf 11/2005
Mitglied Dae-Mahng e.V.

